RE-KONFIGURATION DER REALIT√ĄT ‚ėú

meine mail an die zdf-heute redaktion,
nach einer erneuten, absoluten ungeheuerlichkeit in der ukraine-berichterstattung durch deren ideologisch eingefärbte brille.
damit wurde der bogen vom zdf meiner ansicht nach definitiv √ľberspannt.

hier die entsprechende e-mail ans zdf:
guten tag,
die darstellung eines sachverhaltes kann gewiss zu unterschiedlichen interpretationen f√ľhren.
aber ich frage mich schon, wie es mit journalistischen grundsätzen vereinbar ist,
und welche ziele man damit zu erreichen gedenkt,
wenn sie √ľber den konflikt in der ostukraine, in der zdf heute-sendung vom 6.8.2014 um 16:00 vermelden :

‚á® ‚ die pro russischen separatisten belagern seit monaten das donezker gebiet.‘

das wort ‚belagern‘ entspricht in diesem zusammenhang
auch schon nach der rein militärisch-technischen definition, nicht einmal im entferntesten der momentanen gefechtslage.
die diesbez√ľglich relevanten kombatanten der aufst√§ndischen seite,
befinden sich bekanntermassen auf dem gebiet von donezk.
die ukrainische armee hat somit den auftrag, das zur ‚autonomen‘ zone erkl√§rte gebiet zur√ľck zu erobern,
und es wieder f√ľr die staatliche hoheitsgewalt, bestehend aus der kiewer regierung und deren verwaltung verf√ľgbar zu machen.

ihre art der darstellung erzeugt, kraft des wortes ‚belagern‘ beim b√ľrger den gezielten eindruck,
es seien die separatisten, welche die stadt donezk und deren bewohner angreifen w√ľrden.
auch ohne spekulation √ľber das zustandekommen ihrer meldung,
schafft man im rahmen der brisanz, dieser auch f√ľr deutschland bedrohlichen situation,
mit einer derartigen  parteiname, bestimmt kein deeskalation förderndes klima.
ich finde es mehr als bedenklich, wenn ein auf seriösität wert legender sender es zulässt,
dass auch nur der eventuelle eindruck, eines einseitigen bedienens von interessen entstehen könnte,
indem wie hier geschehen, durch¬† eine ‚reziproke‘ wortakrobatik geschichtsklitterung betrieben wird.

meine kritik m√∂chte ich keinenfalls als stellungsnahme f√ľr irgendeine der kriegsparteien verstanden wissen,
denn nachdem es das ‚gr√∂sste verbrechen‘ der politik war, den krieg √ľberhaupt erst zu zulassen,
machen sich in der darauf folgenden ‚raserei‘, jeweils alle parteien mehr oder eher noch mehr schuldig !

nachdem mir zudem in letzter zeit gleich mehrmals, eine im satzkontext falsche wortwahl ,
fall fehler sowie falsche singular/plural setzung aufgefallen ist, (bin √ľbrigens kein deutschlehrer)
ist es mir ein anliegen mit dieser kritik an sie zu gelangen.

gruss                            stephan frigg-kossien

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