DIE ENTFESSELUNG DER WELT ☜

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die entfesselung der welt ☜
wenn man sieht mit welcher leichtfertigkeit die journalisten der weltweiten leitmedien den ost-west konflikt aufs neue
jeweils einseitig anheizen und ideologisch befeuern,
frage ich mich, ob sie ernsthaft wissen was sie da tun.
bei solchen konflikten verhält es sich,
ähnlich wie in der physik bei gegenläufigen wellen,
wo es beinahe unmöglich ist voraus zu sehen,
ob,wo und wie, sich die sache aufzuschaukeln beginnt,
und eventuell entsprechend der kräfte
zu einer monsterwelle kulminiert, deren zerstörungspotential
sich dann unaufhaltbar den weg durch die welt bahnt.
dieser mechanismus hat auch auf gesellschaftlicher ebene, wie z.b. jetzt im ukraine konflikt,
analog für alle konfliktparteien und ihre handlungen,
genau die gleiche brisanz.
aber die ignoranz scheint grenzenlos,
und so finden sich in der krisenlogik
immer schneller bald die absurdesten argumente,
um das eigene vorgehen mit hinweis
auf die gegenseite, als alternativlosigkeit zu erklären.
dadurch legitimiert dieser imperativ
jede gewalt wie etwas höheres,
für die menschen nicht kontrollierbares, fast religiöses.
und wenn sich etwas unserer macht entzieht,
also unsere logik zu enden scheint ,
entsteht sehr schnell der zirkelschluss:
in dem fall muss es also unabwendbar sein.
ist es nicht, oder ?
denn, die eine ungeheuerlichkeit wird ja nicht etwa
durch die folgende tat der gegenseite
etwa moralisch gerechtfertigt oder im nachhinein aufgehoben und ist wohl bestimmt auch nicht a priori eine heldentat.
sonst würde sich ja jedes prinzip von verantwortlichkeit
des handelns zum voraus schon ad absurdum führen,
und die schleusen zum uferlosen öffnen.
der kern des problems, aus dem heraus sich konflikte beschleunigen, ist doch die unfähigkeit oder der unwille,
sich auf substanzielle weise mit den argumenten
der anderen seite selbstreflexiv auseinander zu setzen.
denn dann stünden eventuell auch aspekte der eigene ansicht zur disposition.

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RE-KONFIGURATION DER REALITÄT ☜

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meine mail an die zdf-heute redaktion,
nach einer erneuten, absoluten ungeheuerlichkeit in der ukraine-berichterstattung durch deren ideologisch eingefärbte brille.
damit wurde der bogen vom zdf meiner ansicht nach definitiv überspannt.

hier die entsprechende e-mail ans zdf:
guten tag,
die darstellung eines sachverhaltes kann gewiss zu unterschiedlichen interpretationen führen.
aber ich frage mich schon, wie es mit journalistischen grundsätzen vereinbar ist,
und welche ziele man damit zu erreichen gedenkt,
wenn sie über den konflikt in der ostukraine, in der zdf heute-sendung vom 6.8.2014 um 16:00 vermelden :

⇨ ‚ die pro russischen separatisten belagern seit monaten das donezker gebiet.‘ 

das wort ‚belagern‘ entspricht in diesem zusammenhang
auch schon nach der rein militärisch-technischen definition, nicht einmal im entferntesten der momentanen gefechtslage.
die diesbezüglich relevanten kombatanten der aufständischen seite,
befinden sich bekanntermassen auf dem gebiet von donezk.
die ukrainische armee hat somit den auftrag, das zur ‚autonomen‘ zone erklärte gebiet zurück zu erobern,
und es wieder für die staatliche hoheitsgewalt, bestehend aus der kiewer regierung und deren verwaltung verfügbar zu machen.

ihre art der darstellung erzeugt, kraft des wortes ‚belagern‘ beim bürger den gezielten eindruck, 
es seien die separatisten, welche die stadt donezk und deren bewohner angreifen würden.
auch ohne spekulation über das zustandekommen ihrer meldung,
schafft man im rahmen der brisanz, dieser auch für deutschland bedrohlichen situation,
mit einer derartigen  parteiname, bestimmt kein deeskalation förderndes klima. 
ich finde es mehr als bedenklich, wenn ein auf seriösität wert legender sender es zulässt,
dass auch nur der eventuelle eindruck, eines einseitigen bedienens von interessen entstehen könnte,
indem wie hier geschehen, durch  eine ‚reziproke‘ wortakrobatik geschichtsklitterung betrieben wird.

meine kritik möchte ich keinenfalls als stellungsnahme für irgendeine der kriegsparteien verstanden wissen,
denn nachdem es das ‚grösste verbrechen‘ der politik war, den krieg überhaupt erst zu zulassen,
machen sich in der darauf folgenden ‚raserei‘, jeweils alle parteien mehr oder eher noch mehr schuldig !

nachdem mir zudem in letzter zeit gleich mehrmals, eine im satzkontext falsche wortwahl ,
fall fehler sowie falsche singular/plural setzung aufgefallen ist, (bin übrigens kein deutschlehrer)
ist es mir ein anliegen mit dieser kritik an sie zu gelangen.

gruss                            stephan frigg-kossien

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