UKRAINE – THE HISTORY OF A FAILED STATE

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Die ukrainische Frage, die viele Regierungen, viele »Sozialisten«, selbst viele »Kommunisten« zu vergessen oder auf die lange Bank der Geschichte zu schieben suchten, steht wieder einmal auf der Tagesordnung, aber diesmal mit doppelter Dringlichkeit. Die neue Zuspitzung der ukrainischen Frage ist aufs engste verknüpft mit der Entartung von Sowjetunion und Komintern, den Erfolgen des Faschismus und dem Näherrücken des nächsten imperialistischen Krieges. Gekreuzigt zwischen vier Staaten, ist die Ukraine heute in der Entwicklung Europas in die gleiche Situation geraten wie seinerzeit Polen, doch mit dem Unterschied, dass die internationalen Beziehungen heute unvergleichlich gespannter sind und das Tempo der Entwicklung sich beschleunigt hat. Die ukrainische Frage wird in allernächster Zukunft eine gewaltige Rolle im Leben Europas spielen. Nicht umsonst hat Hitler so geräuschvoll die Frage nach der Schaffung einer »Großukraine« gestellt, und nicht umsonst hat er diese Frage mit solch verstohlener Eile wieder fallen lassen.

Die Zweite Internationale, die die Interessen der Arbeiterbürokratie und -aristokratie der imperialistischen Staaten auszudrücken pflegte, ignorierte die ukrainische Frage vollkommen. Selbst ihr linker Flügel schenkte der Frage nicht die nötige Aufmerksamkeit. Man muss sich nur daran erinnern, dass Rosa Luxemburg bei all ihrem glänzenden Intellekt und wahrhaft revolutionärem Geist die Aussage für möglich hielt, die ukrainische Frage sei Erfindung einer Handvoll Intellektueller. Diese Einstellung hinterließ selbst bei der polnischen kommunistischen Partei einen tiefen Eindruck.

Die ukrainische Frage erschien den offiziellen Führern der polnischen Sektion der Komintern eher als ein Hindernis denn als ein revolutionäres Problem. Daher beständig die opportunistischen Versuche, dieser Frage auszuweichen, sie zu unterschlagen, mit Stillschweigen zu übergehen oder sie in eine unbestimmte Zukunft zu verschieben.

Der bolschewistischen Partei gelang es nicht ohne Schwierigkeiten und nur allmählich, unter dem ständigen Druck Lenins, eine richtige Herangehensweise an die ukrainische Frage zu finden. Das Recht auf Selbstbestimmung, d.h. das Recht auf Loslösung [von Russland], gestand Lenin den Polen und den Ukrainern gleichermaßen zu. Aristokratische Nationen erkannte er nicht an. Jede Neigung, das Problem einer unterdrückten Nationalität zu umgehen oder auf die lange Bank zu schieben, betrachtete er als Ausdruck großrussischen Chauvinismus.

Nach der Eroberung der Macht begann in der Partei eine ernste Auseinandersetzung um die Lösung der zahlreichen, vom alten Russland ererbten nationalen Probleme. In seiner Eigenschaft als Volkskommissar für die Nationalitäten vertrat Stalin beständig die zentralistischste und bürokratischste Tendenz. Das zeigte sich besonders deutlich an der georgischen und der ukrainischen Frage. Die Korrespondenz über diese Angelegenheit ist bis heute nicht veröffentlicht worden. Wir hoffen, einen Teil davon zu veröffentlichen — den sehr kleinen Teil, der uns zur Verfügung steht. Aus jeder Zeile der Briefe und Vorschläge Lenins spricht das Bestreben, den in der Vergangenheit unterdrückten Nationalitäten so weit wie möglich entgegenzukommen. In den Vorschlägen und Erklärungen Stalins hingegen klingt unverändert die Tendenz zum bürokratischen Zentralismus an. Um »administrative Erfordernisse«, d.h. die Interessen der Bürokratie zu sichern, wurden die legitimsten Ansprüche der unterdrückten Nationalitäten zu einer Erscheinung des kleinbürgerlichen Nationalismus erklärt. Alle diese Symptome waren schon in den Jahren 1922/1923 zu beobachten. Seitdem wuchsen sie in ungeheuerlichem Maße und führten zur vollständigen Erdrosselung jeder unabhängigen nationalen Entwicklung der Völker der UdSSR.

Nach Auffassung der alten bolschewistischen Partei sollte die Sowjetukraine eine machtvolle Achse werden, um die herum sich die übrigen Teile des ukrainischen Volkes vereinigen sollten. Es ist unbestreitbar, dass die Sowjetukraine in der ersten Periode ihres Bestehens eine mächtige Anziehungskraft, auch in nationaler Hinsicht, entwickelte und Arbeiter, Bauern und revolutionäre Intelligenz der von Polen versklavten Westukraine zum Kampf anspornte. In den Jahren der thermidorianischen Reaktion wandelte sich jedoch die Lage der Sowjetukraine und damit der Rahmen der ukrainischen Frage insgesamt deutlich. Je größer die einmal geweckten Hoffnungen waren, desto schmerzlicher war nun die Enttäuschung. Die Bürokratie unterdrückte und plünderte das Volk auch in Großrussland aus. Aber in der Ukraine komplizierte sich die Angelegenheit durch die Zerstörung nationaler Hoffnungen. Nirgendwo haben Unterdrückung, Säuberungen, Repressalien und überhaupt alle Formen des bürokratischen Rowdytums derart mörderische Ausmaße angenommen wie im Kampf gegen das machtvolle, tief verwurzelte Streben der ukrainischen Massen nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Die Sowjetukraine wurde für die totalitäre Bürokratie zum Verwaltungsabschnitt einer Wirtschaftseinheit und einer UdSSR-Militärbasis. Die Stalinbürokratie errichtet Schewtschenko zwar Denkmäler, aber nur, um das ukrainische Volk mit ihrem Gewicht zu erdrücken und es zu nötigen, der gewalttätigen Kreml-Clique Lobeshymnen in der Sprache Kobzars zu singen.

Gegenüber den ukrainischen Gebieten außerhalb der UdSSR verhält sich der Kreml so, wie gegenüber allen unterdrückten Nationalitäten, allen Kolonien und Halbkolonien, d. h. der Kreml betrachtet sie als Wechselgeld für seine internationalen Abmachungen mit imperialistischen Regierungen. Auf dem kürzlich stattgefundenen 18. Parteitag der Stalinschen »Partei« erklärte Manuilski, einer der widerlichsten Renegaten des ukrainischen Kommunismus, ganz offen, nicht nur die UdSSR, sondern auch die Komintern (ein »Krämerladen« nach Stalins Worten) lehne es ab, die Befreiung der unterdrückten Völker zu fordern, wenn deren Unterdrücker keine Feinde der herrschenden Moskauer Clique sind. Indien wird heute von Stalin, Dimitroff und Manuilski gegen Japan, aber nicht gegen England verteidigt. Die Kremlbürokraten sind bereit, die Westukraine im Austausch gegen ein diplomatisches Abkommen, das ihnen gegenwärtig vorteilhaft erscheint, endgültig an Polen abzutreten. Sie beschränken sich in ihrer Politik schon lange auf Männer im Rahmen der Tageskonjunktur.

Von dem früheren Vertrauen und der Sympathie der westukrainischen Massen für den Kreml ist keine Spur mehr übrig. Seit der letzten mörderischen »Säuberung« in der Ukraine wünscht im Westen niemand mehr, sich der Kreml-Satrapie anzuschließen, die weiterhin Sowjetukraine genannt wird. Die Arbeiter- und Bauernmassen in der Westukraine, der Bukowina und der Karpato-Ukraine sind desorientiert: Wohin soll man sich wenden? Was soll man fordern? In dieser Situation gerät die Führung natürlich in die Hände der reaktionärsten ukrainischen Cliquen, deren »Nationalismus« sich darin ausdrückt, das ukrainische Volk mit dem Versprechen einer fiktiven Unabhängigkeit an den einen oder anderen Imperialismus zu verkaufen. Auf diese tragischen Verwirrungen gründet Hitler seine Politik in der ukrainischen Frage. Seinerzeit sagten wir: Ohne Stalin (d. h. ohne die verhängnisvolle Politik der Komintern in Deutschland) hätte es Hitler nicht gegeben. Dem können wir heute hinzufügen: Ohne die Vergewaltigung der Sowjetukraine durch die stalinistische Bürokratie gäbe es keine Hitlersche Ukrainepolitik.

Wir wollen hier nicht bei der Analyse der Motive verweilen, die Hitler dazu bewegten, seine Losung von einer Großukraine, zumindest vorläufig, aufzugeben. Diese Motive müsste man einerseits in den betrügerischen Bündnissen des deutschen Imperialismus suchen, andererseits in der Befürchtung, man werde einen bösen Geist rufen, den man dann nur schwer wieder loswerde. Hitler schenkte den ungarischen Henkern die Karpato-Ukraine. Das geschah zwar nicht mit der offenen Billigung Moskaus, aber doch in Erwartung einer solchen Billigung. Es war, als ob Hitler zu Stalin gesagt hätte: ,Hätte ich die Absicht, morgen die Sowjetukraine anzugreifen, dann hätte ich die Karpato-Ukraine in eigener Hand behalten.‘ Als Antwort darauf übernahm Stalin auf dem 18. Parteitag öffentlich die Verteidigung Hitlers gegen die Verleumdungen der »westlichen Demokratien«. Hitler beabsichtigt, die Ukraine anzugreifen? Kein Gedanke! Gegen Hitler kämpfen? Nicht die geringste Veranlassung! Stalin interpretiert die Übergabe der Karpato-Ukraine an Ungarn offensichtlich als einen Akt der Friedensliebe. Das bedeutet, dass Teile des ukrainischen Volkes für den Kreml zum Wechselgeld in seinen internationalen Kalkulationen geworden sind.

Die Vierte Internationale muss sich klar sein über die gewaltige Bedeutung der ukrainischen Frage für das Schicksal nicht nur Südost- und Osteuropas, sondern ganz Europas. Es geht um ein Volk, das seine Lebensfähigkeit bewiesen hat, das zahlenmäßig der Bevölkerung Frankreichs gleichkommt und ein außergewöhnlich reiches Territorium besitzt, ein Territorium, das zudem von höchster strategischer Bedeutung ist. Die Frage nach dem Schicksal der Ukraine stellt sich in ihrer ganzen Bedeutung. Wir brauchen eine klare und prägnante Losung, die der neuen Situation entspricht. Meiner Meinung nach kann es heute keine andere Losung geben als diese: Eine vereinigte, freie und unabhängige Sowjetukraine der Arbeiter und Bauern.

Dieses Programm steht vor allem zu den Interessen der drei imperialistischen Staaten Polen, Rumänien und Ungarn in unversöhnlichem Widerspruch. Nur hoffnungslose, pazifistische Dummköpfe können sich vorstellen, dass die Befreiung und Vereinigung der Ukraine durch friedliche diplomatische Mittel, durch Referenden, Beschlüsse des Völkerbunds usw. erreicht werden kann. Keinen Deut besser sind freilich jene »Nationalisten«, die die ukrainische Frage dadurch lösen wollen, dass sie einem Imperialismus Handlangerdienste gegen den anderen leisten. Diesen Abenteurern erteilte Hitler eine unschätzbare Lehre, indem er den Ungarn die Karpato-Ukraine überließ (für wie lange wohl?), die auf der Stelle eine nicht geringe Anzahl gutgläubiger Ukrainer ermordeten. Da die Angelegenheit von der militärischen Stärke der imperialistischen Staaten abhängig ist, wird der Sieg dieser oder jener Gruppierung nichts anderes zu bedeuten haben, als eine erneute Zerstückelung und eine noch brutalere Unterjochung des ukrainischen Volkes. Das Programm für die Unabhängigkeit der Ukraine ist in der Epoche des Imperialismus unmittelbar und unlösbar mit dem Programm der proletarischen Revolution verbunden. Es wäre verbrecherisch, irgendwelche Illusionen in diesem Punkt zu hegen.

Aber die Unabhängigkeit einer vereinigten Ukraine würde doch die Loslösung der Sowjetukraine von der UdSSR bedeuten, werden die »Freunde« des Kreml im Chor rufen. Was ist denn daran so schrecklich? — entgegnen wir. Inbrünstige Verehrung von Staatsgrenzen ist uns fremd. Wir vertreten nicht die Position eines »vereinigten und unteilbaren« Ganzen. Sogar die Verfassung der UdSSR erkennt den in der Föderation zusammengeschlossenen Völkern das Recht auf Selbstbestimmung, das heißt das Recht auf Loslösung zu. Folglich wagt nicht einmal die derzeitige Kreml-Oligarchie, dieses Prinzip zu leugnen. Freilich steht es nur auf dem Papier. Der leiseste Versuch, offen die Frage nach einer unabhängigen Ukraine aufzuwerfen, würde die sofortige Erschießung wegen Hochverrats bedeuten. Aber gerade diese widerwärtige Zweideutigkeit, gerade diese erbarmungslose Hetzjagd auf jeden freien, nationalen Gedanken hat dazu geführt, dass die arbeitenden Massen der Ukraine, mehr noch als die Massen Großrusslands, die Kreml-Herrschaft als ungeheuer tyrannisch empfinden. Angesichts solcher inneren Verhältnisse kann von einem freiwilligen Anschluss der Westukraine an die UdSSR, so wie sie zur Zeit besteht, selbstverständlich keine Rede sein. Die Vereinigung der Ukraine setzt also die Befreiung der so genannten Sowjetukraine vom stalinistischen Joch voraus. Auch in dieser Frage wird die bonapartistische Clique das ernten, was sie gesät hat.

Aber würde das nicht eine militärische Schwächung der UdSSR bedeuten? — werden die »Freunde« des Kreml entsetzt schreien. Die Schwächung der UdSSR antworten wir, ist Folge jener stetig anwachsenden zentrifugalen Tendenzen, die die bonapartistische Diktatur hervorbringt. Im Kriegsfall kann der Hass der Massen auf die herrschende Clique zur Vernichtung aller sozialen Errungenschaften des Oktober führen. Die Quelle der defätistischen Stimmungen liegt im Kreml. Eine unabhängige Sowjetukraine wäre andererseits, schon aufgrund ihrer eigenen Interessen, im Südwesten ein mächtiges Bollwerk für die UdSSR. [Eine Loslösung der Ukraine würde nicht eine Schwächung der Verbindungen mit den werktätigen Massen Großrusslands bedeuten, sondern lediglich eine Schwächung des totalitären Regimes, das Großrussland wie auch die anderen Völker der UdSSR unterdrückt.] Je eher die jetzige bonapartistische Kaste unterminiert, erschüttert, zerschlagen und hinweggefegt wird, desto solider wird die Verteidigung der Sowjetrepublik und desto gesicherter wird ihre sozialistische Zukunft sein.

Selbstverständlich könnte eine unabhängige Arbeiter-und-Bauern-Ukraine später der Sowjetföderation beitreten; aber freiwillig und zu Bedingungen, die sie selbst für akzeptabel hält, was wiederum eine revolutionäre Erneuerung der UdSSR selbst voraussetzt. Eine wirkliche Befreiung des ukrainischen Volkes ist undenkbar ohne die Revolution oder eine Reihe von Revolutionen im Westen, die letztendlich zur Gründung der Vereinigten Sowjetstaaten von Europa führen müssen. Eine unabhängige Sowjetukraine könnte und würde zweifellos dieser Föderation als gleichberechtigtes Mitglied beitreten. Die proletarische Revolution in Europa würde das widerliche Bauwerk des stalinistischen Bonapartismus Stein für Stein zerstören. In diesem Fall wäre das engste Bündnis der Vereinigten Sowjetstaaten von Europa mit der erneuerten UdSSR unvermeidlich und würde für den europäischen und den asiatischen Kontinent, natürlich einschließlich der Ukraine, unermessliche Vorteile bieten. Aber hier kommen wir bereits auf Fragen zweiter und dritter Ordnung zu sprechen. Ein Problem erster Ordnung ist eine revolutionäre Gewährleistung der Einheit und Unabhängigkeit einer Arbeiter-und-Bauern-Ukraine im Kampf gegen den Imperialismus einerseits und den Moskauer Bonapartismus andererseits.

Die Ukraine verfügt über eine besonders reiche Erfahrung an Irrwegen im Kampf um die nationale Befreiung. Hier wurde schon alles versucht: die kleinbürgerlichen Rada, Skoropadsk und Petljur, das »Bündnis« mit Hohenzollern sowie Kombinationen mit der Entente. Nach all diesen Experimenten können nur noch politische Kadaver weiterhin hoffen, dass irgendeine der Fraktionen der ukrainischen Bourgeoisie als Führerin des nationalen Befreiungskampfs in Frage kommen kann. Allein das ukrainische Proletariat ist fähig, diese — ihrem Wesen nach revolutionäre —Aufgabe zu lösen und die Initiative zu ihrer Lösung zu ergreifen. Nur das Proletariat kann die Bauernmassen und die wirkliche revolutionäre nationale Intelligenz um sich vereinen.

Zu Beginn des letzten imperialistischen Krieges versuchten die Ukrainer Meienewski (»Basok«) und Skoropis-Jeltuchowski die ukrainische Freiheitsbewegung dem Schutz des Hohenzollerngenerals Ludendorff zu unterstellen, wobei sie ihr Vorgehen mit linken Phrasen bemäntelten. Die revolutionären Marxisten beförderten diese Herren mit einem Fußtritt aus dem Weg. So müssen Revolutionäre auch künftig verfahren. Der näher rückende Krieg wird für alle möglichen Abenteurer, Wünschelrutengänger und solche, die das goldene Vlies suchen, ein günstiges Klima schaffen. Diese Herren, die sich besonders gerne die Hände an der nationalen Frage wärmen, sollte man nicht einmal auf Kanonenschussweite an die Arbeiterbewegung heranlassen. Nicht den geringsten Kompromiss mit dem Imperialismus, weder dem faschistischen noch dem demokratischen! Nicht das geringste Zugeständnis an die ukrainischen Nationalisten, weder die klerikal-reaktionären noch die liberal-pazifistischen! Keine »Volksfronten«! Völlige Unabhängigkeit der proletarischen Partei als Avantgarde der Arbeiter!

Das scheint mir die richtige Politik in der ukrainischen Frage zu sein. Ich spreche hier für meine Person und in meinem eigenen Namen. Die Frage bedarf einer internationalen Diskussion. Der vorderste Rang in dieser Diskussion gebührt den ukrainischen revolutionären Marxisten. Wir werden ihnen mit größter Aufmerksamkeit zuhören. Doch sie sollen sich beeilen. Es bleibt uns nur wenig Zeit zur Vorbereitung!

Leo Trotzki, Coyoacán am 22. April 1939 (aus Leo Trotzki: Schriften Band 1.2: Sowjetgesellschaft und stalinistische Diktatur 1936-1940, Hamburg, Rasch und Röhring 1988)

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DIE EWIGE SPIRALE DER ESKALATION. No.2

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ich möchte schon hoffen, dass die journalie und die polit-protagonisten auf allen seiten, die der situation,
gewissermassen wie in einem indoktrinations-generator das wort reden,
und durch ihre konzertierte hetze dem konflikt eine immer verschärftere zwangsläufigkeit einpflanzen,
sich dann auch freudig als erste melden, um an der front zu verrecken,
wenn ihr verantwortungsloses treiben den krieg mit zu verantworten hat.
diese situation ist symptomatisch für die, von politik und wirtschaft hand in hand herbeidesignte,
bedarfsgerechte neo-realität, die sich dadurch auszeichnet, dass ein durchschnittlicher bürger beim versuch in einer sache den durchblick zu bewahren,
zum vornheraus in dem konstruierten dickicht aus uferlosen lügen, in einer art nachdenk endlosschlaufe,
sich dazu verdammt sieht das hirn zu zermartern, um irgendwann ermattet und resigniert zurück zu bleiben.
nicht etwa unfähigkeit war hier am werk. vielmehr hat die mediale bearbeitung der geschehnisse,
zielgenau den vorgedachten zustandshorizont hervorgebracht.
die bevölkerung wird lernen, dass es sinnlos zu sein hat in den alten kategorien von logik und physikalischen fakten zu denken,
weil es die erfolgreichere taktik ist, schuldige zu benennen und damit primitiven instinkten vorschub zu leisten,
die danach lechzen das schuldige subjekt, als ‚ultimativ böse‘ zu brandmarken,
um es hernach unwiderruflich, ohne verzug und lästige fragen, teeren und federn zu können.
diese spirale der selbsterfüllenden prophezeiung in einer hysterisierten situation,
verhindert bequemerweise die nötigen fragen, wie zum beispiel,
warum leitete die ukrainische flugsicherung den jet der malaysian air auf eine andere flugroute,
als die neun flugzeuge, die zuvor das gebiet überflogen hatten
und warum hat keine westliche regierung und kein journalist von den ukrainischen behörden
die veröffentlichung des sprechverkehrs zwischen den piloten und den kiewer fluglotsen verlangt ?
wenn russland die herausgabe solcher bänder boykottieren würde, das gegeifere der hiesigen medien wäre grenzenlos.
aber so, kein wort darüber . da fragt man sich schon: qui bono ?
(in welche richtung solches ansinnen deutet, kann man erahnen, wenn man sich das heutige
urteil des geheimen schiedsgerichts, wegen dem yukos fall zu gemüte führt.)
(ein derartiges urteil könnte auch die schweiz ereilen,
wenn das TTIPS abkommen von unserer einheimischen,
von allen guten geistern verlassenen politiker-mischpoke, tatsächlich unterzeichnet wird )

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ALLES SCHALL UND RAUCH

kein einziger journalist stellt sich fragen,
die eigentlich sofort auf der hand lägen, wenn man den sachverhalt tatsachlich erhellen wollte.
prioritär wäre doch die frage zu den spezifischen flugphysikalischen parametern.
warum schlug der flieger auf dem gebiet der autonomen republik donezk auf ?
wäre der jet von diesem gebiet aus abgeschossenen worden,
wäre er doch nicht wie ein stein vom himmel gefallen,
sondern hätte bei einer flughöhe von 10 km und einer geschwindigkeit von 900 km/h,
während der dauer des absturzvorgangs in richtung boden,
nur schon aus gründen der physik, noch eine nicht zu unterschätzende strecke zurückgelegt.
zu beachten wären dabei natürlich die meteorologischen verhältnisse,
sowie der zustand des flugzeuges nach einem allfälligen raketentreffer.
läge es unter berücksichtigung dieser fakten und der annahme der raketenhypothese nicht näher,
daraus zu schliessen, dass das flugzeug von einem punkt aus,
der viele kilometer vor dem gebiet der aufständischen republik liegt, beschossen wurde ?
vor allem ist es auch sehr befremdlich, dass im westen unterschlagen wird, dass die ukraine sich weigert die aufzeichnung des sprachverkehrs von der ukrainischen luftleitstelle und den piloten der maschine von malaysian air öffentlich zu machen. zudem ist es schleierhaft wieso niemand eine erklärung dafür verlangt, warum die maschine ausgerechnet in diese luftstrasse umdirigiert wurde, im gegensatz zu etlichen flugzeugen,welche diesen abschnitt zuvor passiert hatten ?
dann sollte man fragen: qui bono ?
zu allerletzt würde würde so eine verwerfliche aktion den seperatisten zum vorteil gereichen. der ’schwarze peter‘ wird ihnen jetzt schon uni-sono von westlicher seite aus zugeschoben,unter aufbringung jeder x-beliebigen spekulation.
allein der seite der ukrainischen streitkräfte könnte eine ‚false flag’operation als legitimation dienen, und käme wie gerufen,
um einen militärischen brachialeinsatz, unter anwendung aller mittel für die schnelle niederschlagung allen widerstandes zu nutzen.
notabene in einem gebiet wo die anwendung schwerer militärischer mittel, eigentlich niemals hätte erlaubt werden dürfen.(durch die mobilmachung der armee gegen teile des eigenen volkes, glaubt doch wohl nicht einmal der grösste optimist, dass die kombatanten jemals wieder wie ein herz und eine seele zusammen leben können, wenn schon der blosse befriedungsvorschlag von den abgeordneten der KP dazu führt, dass es in der rada zu tumultartigen szenen kommt an dessen ende porotschenko den antrag zum verbot der KP unterschreibt)
welchen vorteil russland, das sicher massive sanktionen aus dieser angelegenheit zu befürchten hat, daraus jetzt genau ziehen sollte, ist mir ziemlich schleierhaft.
nichts desto trotz konnte man schon heute morgen den anlaufenden medien-tsunami beobachten,
mit immer grösseren bashingwellen gegen russland und präsident putin.
es ist beinahe unglaublich wie einseitig die gleichgeschaltete berichterstattung
von ard und zdf abgespuhlt wird, und dabei wie ein gut geölter indoktrinations-generator funktioniert.
immer mehr werden fakten aus geprüften quellen durch blosse behauptungen ersetzt.
was kümmern einem die sachverhalte. vor allem, wenn dadurch die bevorzugte ideologie desavouiert wird.
immer dreister wird wunschgemäss, entgegen jediglicher vorherrschender faktenlage,
eine passgenau zurecht-designte ‚realität‘ kurzum per befehlstruktur herbeikonfiguriert.
es ist deprimierend, dass europa nicht den willen aufbringt,
dieser roll back strategie aus den denkschmieden amerikanischer think-tanks
einen selbstbewussten eigenen weg entgegenzusetzen.
wie verzweifelt eindimensional muss das denkmodell der tonangebenden machtzirkel ausgestaltet sein,
und viel schlimmer, welch abgrundtiefe herrenmensch verblendung und welch progressiv-exponentieller zynismus,
die sich durch solche persönlichkeits-deformationen manifestieren
und sich dergestalt einen weg in die welt zu bahnen wissen,
von wo aus sie ihre apokalyptischen reiter mit sardonischer mine, zu immer neuen ufern eilen lassen, den ufern des kapitals. der schnöde mammon ist es, der die spirale des konspirativen befeuert und die gewalt endlos weiter treibt.
darum auch der versuch das astronomisch wuchernde, sich jeder begrenzung entziehende wachstum von immer neu erzeugtem kapital,
das in die westlichen finanzwelt gepumpt wird, einer kontrollierbaren fluktuation zu unterwerfen.
denn es erzeugt einen unaufhörlichen bedarf an entsprechenden investitionsmöglichkeiten.
dieser strom führt dazu, dass in beschleunigender form, kein stein mehr auf dem anderen bleibt.
alle staatlichen institutionen geraten, eine um die andere in den sog dieses zerstörenden wahnsinns.
erarbeitete vermögenswerte des volkes werden sukzessive in wenige private hände überführt,
inklusive den jährlich wiederkehrenden renditen, und damit unwiderruflich von jeder mitbestimmung,
einflussnahme und von finanzieller teilhabe abgeschnitten.
durch gezieltes abwirtschaften von infrastruktur, mittels der von lobbyarbeit herbeigeführten
verknappung der finanzmittel kann der korrekte betriebsablauf immer mehr gestört werden.
dann entsteht eine abwärts-spirale mit wachsendem privatisierungsdruck.
z.b.  bei staatlichen: liegenschaften, wasser, schule, renten, bahn, strasse, kultur usw. (in der ukraine haben sich gerade die komunalen gebühren verdreifacht)
all das sind die zugrunde liegenden aspekte des masterplans, wieso man russland jetzt so dezidiert in die ecke stellt, und es als ultimativen bösewicht brandmarkt.
man will an die werte des landes, um so neue möglichkeiten für die kapitalanleger zu schaffen, wodurch man ganz russland der logik der neofeudalistischen westlichen verwertungsmaschinerie unterwerfen kann.
vor allem sollen die profite auf die konten westlicher protagonisten umgeleitet werden.
die frage bleibt: wer ist der profiteur der tieferen vorgänge rund um die ukraine ?
der generalstabmässig implantierte russlandhass hat ein ganzen volk inklusive der verluderten oligarchenkaste ergriffen und sich zu einer unkontrollierbaren raserei mit pathologischen zügen ausgeweitet. ganz soweit sind wir hierzulande sicher noch nicht, aber in vielen redaktionen wird die methode nach dem motto praktiziert:
putin-image böse, dann artikel gut! da heiligt schnell mal der zweck die mittel und man bedient sich bedenkenlos jeder noch so windigen ‚quelle‘. in den letzten monaten beginnt dieser mechanismus schule zu machen und so mancher deutsche artikel liest sich eher wie ‚tumbe‘ propaganda.
wem nützt dieses agitieren für die destabilisierung der welt ? denn hier ist nicht nur zufall am werk, auch wenn dies immer wieder gern genommen wird, um aus der undefinierbaren ‚kaffeesatz-gemengelage‘ heraus, sogleich mirakulös und mit alleinstellungsmerkmal den ‚russischen satan als urheber zu detektieren.
die elementarsten abläufe des ereignisses werden in den leitmedien gerne’übersehen‘ und im schatten gelassen,von wo aus sie bevorzugt im einförmigen grundrauschen der geschichte unbemerkt untergehen.
wer ist der architekt dieser lobotomisierung ?

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BEHIND THE VIRAL-SLOGAN OF FREEDOM THE WORLD IS GETTIN‘ CONQUERED BY A SYSTEM OF MIMIKRY-DEMOCRACY

Washingtons unverhohlene Scheinheiligkeit»

von Paul Craig Roberts
Der Präsident im Weissen Haus hat wiederholt irrtümlicherweise und töricht erklärt, dass es «gegen Internationales Recht» sei, wenn die Krim Selbstbestimmung ausübt. Selbstbestimmung, wie sie von Washington angewendet wird, ist ein Propagandabegriff, der Washingtons Imperium dient, realen Völkern aber nicht gestattet ist. Am 6. März rief Obama Putin an, um dem russischen Präsidenten wieder zu sagen, dass nur Washington das Recht hat, sich in die Ukraine einzumischen, und gegen alle Logik darauf zu bestehen, dass nur die durch den von Washington organisierten Staatsstreich in Kiew installierte Regierung «rechtmässig» und «demokratisch» sei.
Anders gesagt, die gewählte Regierung der Krim, die von den Bewohnern der Krim gedrängt wird, ihnen eine Stimme für ihre Zukunft zu verleihen, ist «undemokratisch» und «unrechtmässig», aber eine nicht gewählte, von Washington eingesetzte Regierung in Kiew ist die Stimme der Selbstbestimmung und Rechtmässigkeit.
Washington ist so arrogant, dass es den überheblichen Narren nie dämmert, was die Welt über Washingtons unverhohlene Scheinheiligkeit denkt.
Seit dem Clinton-Regime hat Washington nichts getan, als das Internationale Recht zu brechen – Serbien, Kosovo, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Iran, Pakistan, Jemen, Somalia, Honduras, Venezuela, Ecuador, Bolivien.
Hat Russland ein Afrika-Kommando? Nein, aber Washington hat eines.
Umstellt Russland die Vereinigten Staaten von Amerika mit Militärbasen? Nein, aber Washington hat die Organisation Nato, deren Existenzgrundlage vor 23 Jahren verschwunden ist, dazu benützt, um das westliche, östliche und südliche Europa zu einer imperialen Armee zu strukturieren mit Brückenköpfen an Russlands Grenzen. Washington ist entschlossen, die Grenzen einer nordatlantischen Verteidigungsorganisation auszuweiten, nach Georgien, in Zentralasien und in die Ukraine am Schwarzen Meer. Beide, Georgien und die Ukraine, sind ehemalige Bestandteile sowohl Russlands als auch der Sowjetunion.
Dasselbe betreibt Washington gegenüber China und Iran. Washington arbeitet daran, neue Luftwaffen- und Marinestützpunkte auf den Philippinen, in Südkorea, Vietnam, Thailand, Australien zu errichten, um von dort aus die Zufuhr von Erdöl und anderen Rohstoffen nach China zu blockieren. Iran ist umstellt von rund 40 Militärbasen der Vereinigten Staaten von Amerika und hat Flotten der Vereinigten Staaten von Amerika vor seinen Küsten stationiert.
In Washingtons Propaganda wird dieser ungehemmte Militarismus präsentiert als «Verteidigung der Demokratie».
Die russische Regierung handelt weiterhin so, als könnten Washingtons Stösse gegen Russlands Unabhängigkeit und strategische Interessen mit Humor und gutem Willen entschärft werden. Washington jedoch hat nichts von beidem.
Seit dem Clinton-Regime befindet sich Washington in den Händen einer Sammlung von Ideologen, die überzeugt sind, dass die Vereinigten Staaten von Amerika das «aussergewöhnliche und unentbehrliche Land» sind mit dem Recht auf die Beherrschung der Welt. Alles, was Washington im 21. Jahrhundert gemacht hat, hat mit diesem Ziel zu tun.
Washington beabsichtigt, die Russische Föderation selbst aufzubrechen. Washington schickt riesige Geldbeträge an NGOs in Russland, die als fünfte Kolonnen Washingtons fungieren und Hand in Hand mit Washington arbeiten, um freie russische Wahlen zu diskreditieren, um Putin und die russische Regierung zu dämonisieren, um antirussische Propaganda und Agitation zu verbreiten. Es ist erstaunlich, wie viele Russen tatsächlich der westlichen Propaganda glauben.
Washington arbeitet auch daran, China mit der transpazifischen Partnerschaft zu isolieren, ist aber zurzeit in erster Linie darauf konzentriert, Russland zu destabilisieren und zu isolieren. Washington ist verzweifelt darauf aus, BRICS zu zerbrechen, die wachsende Organisation von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Mit den grössten Ländern und der halben Weltbevölkerung wächst BRICS zu einer politischen und wirtschaftlichen Macht heran, besonders mit dem Plan der Organisation, mit der Benützung des US-Dollars als Reservewährung aufzuhören. Die Umstellung Russlands mit Raketenstellungen der Vereinigten Staaten von Amerika beeinträchtigt Russlands Souveränität und Unabhängigkeit und schwächt somit auch BRICS als Kraft, die Washington entgegenwirkt.
Viele sind von Washingtons Propaganda getäuscht worden. Die Welt wacht langsam auf. Aber noch rechtzeitig?
Die Medien der Vereinigten Staaten von Amerika und ein grosser Teil der europäischen sprechen mit einer Sprache, indem sie Washingtons Propaganda nachplappern, Washingtons Angriffsziele dämonisieren und unbekümmerte westliche Bevölkerungen auf mehr Krieg vorbereiten. Wie den westlichen Regierungen fehlt den westlichen Medien jede Integrität.     •

Quelle: http://antikrieg.com/aktuell/2014_03_08_obama.htm  vom 7.3.2014
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1745

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DAWARISCH PUTIN, ZIEMLICH AUSGEBUFFT. CHARASCHO ?

ANLEIHE EXPERTEN STAUNEN – KREML-CHEF TRICKST BÖRSENSPEZIALISTEN AUS. -ntv

http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/Kreml-trickst-Ukraine-aus-article12490581.html

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