UKRAINE – THE HISTORY OF A FAILED STATE

image

Die ukrainische Frage, die viele Regierungen, viele »Sozialisten«, selbst viele »Kommunisten« zu vergessen oder auf die lange Bank der Geschichte zu schieben suchten, steht wieder einmal auf der Tagesordnung, aber diesmal mit doppelter Dringlichkeit. Die neue Zuspitzung der ukrainischen Frage ist aufs engste verknĂŒpft mit der Entartung von Sowjetunion und Komintern, den Erfolgen des Faschismus und dem NĂ€herrĂŒcken des nĂ€chsten imperialistischen Krieges. Gekreuzigt zwischen vier Staaten, ist die Ukraine heute in der Entwicklung Europas in die gleiche Situation geraten wie seinerzeit Polen, doch mit dem Unterschied, dass die internationalen Beziehungen heute unvergleichlich gespannter sind und das Tempo der Entwicklung sich beschleunigt hat. Die ukrainische Frage wird in allernĂ€chster Zukunft eine gewaltige Rolle im Leben Europas spielen. Nicht umsonst hat Hitler so gerĂ€uschvoll die Frage nach der Schaffung einer »Großukraine« gestellt, und nicht umsonst hat er diese Frage mit solch verstohlener Eile wieder fallen lassen.

Die Zweite Internationale, die die Interessen der ArbeiterbĂŒrokratie und -aristokratie der imperialistischen Staaten auszudrĂŒcken pflegte, ignorierte die ukrainische Frage vollkommen. Selbst ihr linker FlĂŒgel schenkte der Frage nicht die nötige Aufmerksamkeit. Man muss sich nur daran erinnern, dass Rosa Luxemburg bei all ihrem glĂ€nzenden Intellekt und wahrhaft revolutionĂ€rem Geist die Aussage fĂŒr möglich hielt, die ukrainische Frage sei Erfindung einer Handvoll Intellektueller. Diese Einstellung hinterließ selbst bei der polnischen kommunistischen Partei einen tiefen Eindruck.

Die ukrainische Frage erschien den offiziellen FĂŒhrern der polnischen Sektion der Komintern eher als ein Hindernis denn als ein revolutionĂ€res Problem. Daher bestĂ€ndig die opportunistischen Versuche, dieser Frage auszuweichen, sie zu unterschlagen, mit Stillschweigen zu ĂŒbergehen oder sie in eine unbestimmte Zukunft zu verschieben.

Der bolschewistischen Partei gelang es nicht ohne Schwierigkeiten und nur allmĂ€hlich, unter dem stĂ€ndigen Druck Lenins, eine richtige Herangehensweise an die ukrainische Frage zu finden. Das Recht auf Selbstbestimmung, d.h. das Recht auf Loslösung [von Russland], gestand Lenin den Polen und den Ukrainern gleichermaßen zu. Aristokratische Nationen erkannte er nicht an. Jede Neigung, das Problem einer unterdrĂŒckten NationalitĂ€t zu umgehen oder auf die lange Bank zu schieben, betrachtete er als Ausdruck großrussischen Chauvinismus.

Nach der Eroberung der Macht begann in der Partei eine ernste Auseinandersetzung um die Lösung der zahlreichen, vom alten Russland ererbten nationalen Probleme. In seiner Eigenschaft als Volkskommissar fĂŒr die NationalitĂ€ten vertrat Stalin bestĂ€ndig die zentralistischste und bĂŒrokratischste Tendenz. Das zeigte sich besonders deutlich an der georgischen und der ukrainischen Frage. Die Korrespondenz ĂŒber diese Angelegenheit ist bis heute nicht veröffentlicht worden. Wir hoffen, einen Teil davon zu veröffentlichen — den sehr kleinen Teil, der uns zur VerfĂŒgung steht. Aus jeder Zeile der Briefe und VorschlĂ€ge Lenins spricht das Bestreben, den in der Vergangenheit unterdrĂŒckten NationalitĂ€ten so weit wie möglich entgegenzukommen. In den VorschlĂ€gen und ErklĂ€rungen Stalins hingegen klingt unverĂ€ndert die Tendenz zum bĂŒrokratischen Zentralismus an. Um »administrative Erfordernisse«, d.h. die Interessen der BĂŒrokratie zu sichern, wurden die legitimsten AnsprĂŒche der unterdrĂŒckten NationalitĂ€ten zu einer Erscheinung des kleinbĂŒrgerlichen Nationalismus erklĂ€rt. Alle diese Symptome waren schon in den Jahren 1922/1923 zu beobachten. Seitdem wuchsen sie in ungeheuerlichem Maße und fĂŒhrten zur vollstĂ€ndigen Erdrosselung jeder unabhĂ€ngigen nationalen Entwicklung der Völker der UdSSR.

Nach Auffassung der alten bolschewistischen Partei sollte die Sowjetukraine eine machtvolle Achse werden, um die herum sich die ĂŒbrigen Teile des ukrainischen Volkes vereinigen sollten. Es ist unbestreitbar, dass die Sowjetukraine in der ersten Periode ihres Bestehens eine mĂ€chtige Anziehungskraft, auch in nationaler Hinsicht, entwickelte und Arbeiter, Bauern und revolutionĂ€re Intelligenz der von Polen versklavten Westukraine zum Kampf anspornte. In den Jahren der thermidorianischen Reaktion wandelte sich jedoch die Lage der Sowjetukraine und damit der Rahmen der ukrainischen Frage insgesamt deutlich. Je grĂ¶ĂŸer die einmal geweckten Hoffnungen waren, desto schmerzlicher war nun die EnttĂ€uschung. Die BĂŒrokratie unterdrĂŒckte und plĂŒnderte das Volk auch in Großrussland aus. Aber in der Ukraine komplizierte sich die Angelegenheit durch die Zerstörung nationaler Hoffnungen. Nirgendwo haben UnterdrĂŒckung, SĂ€uberungen, Repressalien und ĂŒberhaupt alle Formen des bĂŒrokratischen Rowdytums derart mörderische Ausmaße angenommen wie im Kampf gegen das machtvolle, tief verwurzelte Streben der ukrainischen Massen nach mehr Freiheit und UnabhĂ€ngigkeit. Die Sowjetukraine wurde fĂŒr die totalitĂ€re BĂŒrokratie zum Verwaltungsabschnitt einer Wirtschaftseinheit und einer UdSSR-MilitĂ€rbasis. Die StalinbĂŒrokratie errichtet Schewtschenko zwar DenkmĂ€ler, aber nur, um das ukrainische Volk mit ihrem Gewicht zu erdrĂŒcken und es zu nötigen, der gewalttĂ€tigen Kreml-Clique Lobeshymnen in der Sprache Kobzars zu singen.

GegenĂŒber den ukrainischen Gebieten außerhalb der UdSSR verhĂ€lt sich der Kreml so, wie gegenĂŒber allen unterdrĂŒckten NationalitĂ€ten, allen Kolonien und Halbkolonien, d. h. der Kreml betrachtet sie als Wechselgeld fĂŒr seine internationalen Abmachungen mit imperialistischen Regierungen. Auf dem kĂŒrzlich stattgefundenen 18. Parteitag der Stalinschen »Partei« erklĂ€rte Manuilski, einer der widerlichsten Renegaten des ukrainischen Kommunismus, ganz offen, nicht nur die UdSSR, sondern auch die Komintern (ein »KrĂ€merladen« nach Stalins Worten) lehne es ab, die Befreiung der unterdrĂŒckten Völker zu fordern, wenn deren UnterdrĂŒcker keine Feinde der herrschenden Moskauer Clique sind. Indien wird heute von Stalin, Dimitroff und Manuilski gegen Japan, aber nicht gegen England verteidigt. Die KremlbĂŒrokraten sind bereit, die Westukraine im Austausch gegen ein diplomatisches Abkommen, das ihnen gegenwĂ€rtig vorteilhaft erscheint, endgĂŒltig an Polen abzutreten. Sie beschrĂ€nken sich in ihrer Politik schon lange auf MĂ€nner im Rahmen der Tageskonjunktur.

Von dem frĂŒheren Vertrauen und der Sympathie der westukrainischen Massen fĂŒr den Kreml ist keine Spur mehr ĂŒbrig. Seit der letzten mörderischen »SĂ€uberung« in der Ukraine wĂŒnscht im Westen niemand mehr, sich der Kreml-Satrapie anzuschließen, die weiterhin Sowjetukraine genannt wird. Die Arbeiter- und Bauernmassen in der Westukraine, der Bukowina und der Karpato-Ukraine sind desorientiert: Wohin soll man sich wenden? Was soll man fordern? In dieser Situation gerĂ€t die FĂŒhrung natĂŒrlich in die HĂ€nde der reaktionĂ€rsten ukrainischen Cliquen, deren »Nationalismus« sich darin ausdrĂŒckt, das ukrainische Volk mit dem Versprechen einer fiktiven UnabhĂ€ngigkeit an den einen oder anderen Imperialismus zu verkaufen. Auf diese tragischen Verwirrungen grĂŒndet Hitler seine Politik in der ukrainischen Frage. Seinerzeit sagten wir: Ohne Stalin (d. h. ohne die verhĂ€ngnisvolle Politik der Komintern in Deutschland) hĂ€tte es Hitler nicht gegeben. Dem können wir heute hinzufĂŒgen: Ohne die Vergewaltigung der Sowjetukraine durch die stalinistische BĂŒrokratie gĂ€be es keine Hitlersche Ukrainepolitik.

Wir wollen hier nicht bei der Analyse der Motive verweilen, die Hitler dazu bewegten, seine Losung von einer Großukraine, zumindest vorlĂ€ufig, aufzugeben. Diese Motive mĂŒsste man einerseits in den betrĂŒgerischen BĂŒndnissen des deutschen Imperialismus suchen, andererseits in der BefĂŒrchtung, man werde einen bösen Geist rufen, den man dann nur schwer wieder loswerde. Hitler schenkte den ungarischen Henkern die Karpato-Ukraine. Das geschah zwar nicht mit der offenen Billigung Moskaus, aber doch in Erwartung einer solchen Billigung. Es war, als ob Hitler zu Stalin gesagt hĂ€tte: ,HĂ€tte ich die Absicht, morgen die Sowjetukraine anzugreifen, dann hĂ€tte ich die Karpato-Ukraine in eigener Hand behalten.‘ Als Antwort darauf ĂŒbernahm Stalin auf dem 18. Parteitag öffentlich die Verteidigung Hitlers gegen die Verleumdungen der »westlichen Demokratien«. Hitler beabsichtigt, die Ukraine anzugreifen? Kein Gedanke! Gegen Hitler kĂ€mpfen? Nicht die geringste Veranlassung! Stalin interpretiert die Übergabe der Karpato-Ukraine an Ungarn offensichtlich als einen Akt der Friedensliebe. Das bedeutet, dass Teile des ukrainischen Volkes fĂŒr den Kreml zum Wechselgeld in seinen internationalen Kalkulationen geworden sind.

Die Vierte Internationale muss sich klar sein ĂŒber die gewaltige Bedeutung der ukrainischen Frage fĂŒr das Schicksal nicht nur SĂŒdost- und Osteuropas, sondern ganz Europas. Es geht um ein Volk, das seine LebensfĂ€higkeit bewiesen hat, das zahlenmĂ€ĂŸig der Bevölkerung Frankreichs gleichkommt und ein außergewöhnlich reiches Territorium besitzt, ein Territorium, das zudem von höchster strategischer Bedeutung ist. Die Frage nach dem Schicksal der Ukraine stellt sich in ihrer ganzen Bedeutung. Wir brauchen eine klare und prĂ€gnante Losung, die der neuen Situation entspricht. Meiner Meinung nach kann es heute keine andere Losung geben als diese: Eine vereinigte, freie und unabhĂ€ngige Sowjetukraine der Arbeiter und Bauern.

Dieses Programm steht vor allem zu den Interessen der drei imperialistischen Staaten Polen, RumĂ€nien und Ungarn in unversöhnlichem Widerspruch. Nur hoffnungslose, pazifistische Dummköpfe können sich vorstellen, dass die Befreiung und Vereinigung der Ukraine durch friedliche diplomatische Mittel, durch Referenden, BeschlĂŒsse des Völkerbunds usw. erreicht werden kann. Keinen Deut besser sind freilich jene »Nationalisten«, die die ukrainische Frage dadurch lösen wollen, dass sie einem Imperialismus Handlangerdienste gegen den anderen leisten. Diesen Abenteurern erteilte Hitler eine unschĂ€tzbare Lehre, indem er den Ungarn die Karpato-Ukraine ĂŒberließ (fĂŒr wie lange wohl?), die auf der Stelle eine nicht geringe Anzahl gutglĂ€ubiger Ukrainer ermordeten. Da die Angelegenheit von der militĂ€rischen StĂ€rke der imperialistischen Staaten abhĂ€ngig ist, wird der Sieg dieser oder jener Gruppierung nichts anderes zu bedeuten haben, als eine erneute ZerstĂŒckelung und eine noch brutalere Unterjochung des ukrainischen Volkes. Das Programm fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit der Ukraine ist in der Epoche des Imperialismus unmittelbar und unlösbar mit dem Programm der proletarischen Revolution verbunden. Es wĂ€re verbrecherisch, irgendwelche Illusionen in diesem Punkt zu hegen.

Aber die UnabhĂ€ngigkeit einer vereinigten Ukraine wĂŒrde doch die Loslösung der Sowjetukraine von der UdSSR bedeuten, werden die »Freunde« des Kreml im Chor rufen. Was ist denn daran so schrecklich? — entgegnen wir. InbrĂŒnstige Verehrung von Staatsgrenzen ist uns fremd. Wir vertreten nicht die Position eines »vereinigten und unteilbaren« Ganzen. Sogar die Verfassung der UdSSR erkennt den in der Föderation zusammengeschlossenen Völkern das Recht auf Selbstbestimmung, das heißt das Recht auf Loslösung zu. Folglich wagt nicht einmal die derzeitige Kreml-Oligarchie, dieses Prinzip zu leugnen. Freilich steht es nur auf dem Papier. Der leiseste Versuch, offen die Frage nach einer unabhĂ€ngigen Ukraine aufzuwerfen, wĂŒrde die sofortige Erschießung wegen Hochverrats bedeuten. Aber gerade diese widerwĂ€rtige Zweideutigkeit, gerade diese erbarmungslose Hetzjagd auf jeden freien, nationalen Gedanken hat dazu gefĂŒhrt, dass die arbeitenden Massen der Ukraine, mehr noch als die Massen Großrusslands, die Kreml-Herrschaft als ungeheuer tyrannisch empfinden. Angesichts solcher inneren VerhĂ€ltnisse kann von einem freiwilligen Anschluss der Westukraine an die UdSSR, so wie sie zur Zeit besteht, selbstverstĂ€ndlich keine Rede sein. Die Vereinigung der Ukraine setzt also die Befreiung der so genannten Sowjetukraine vom stalinistischen Joch voraus. Auch in dieser Frage wird die bonapartistische Clique das ernten, was sie gesĂ€t hat.

Aber wĂŒrde das nicht eine militĂ€rische SchwĂ€chung der UdSSR bedeuten? — werden die »Freunde« des Kreml entsetzt schreien. Die SchwĂ€chung der UdSSR antworten wir, ist Folge jener stetig anwachsenden zentrifugalen Tendenzen, die die bonapartistische Diktatur hervorbringt. Im Kriegsfall kann der Hass der Massen auf die herrschende Clique zur Vernichtung aller sozialen Errungenschaften des Oktober fĂŒhren. Die Quelle der defĂ€tistischen Stimmungen liegt im Kreml. Eine unabhĂ€ngige Sowjetukraine wĂ€re andererseits, schon aufgrund ihrer eigenen Interessen, im SĂŒdwesten ein mĂ€chtiges Bollwerk fĂŒr die UdSSR. [Eine Loslösung der Ukraine wĂŒrde nicht eine SchwĂ€chung der Verbindungen mit den werktĂ€tigen Massen Großrusslands bedeuten, sondern lediglich eine SchwĂ€chung des totalitĂ€ren Regimes, das Großrussland wie auch die anderen Völker der UdSSR unterdrĂŒckt.] Je eher die jetzige bonapartistische Kaste unterminiert, erschĂŒttert, zerschlagen und hinweggefegt wird, desto solider wird die Verteidigung der Sowjetrepublik und desto gesicherter wird ihre sozialistische Zukunft sein.

SelbstverstĂ€ndlich könnte eine unabhĂ€ngige Arbeiter-und-Bauern-Ukraine spĂ€ter der Sowjetföderation beitreten; aber freiwillig und zu Bedingungen, die sie selbst fĂŒr akzeptabel hĂ€lt, was wiederum eine revolutionĂ€re Erneuerung der UdSSR selbst voraussetzt. Eine wirkliche Befreiung des ukrainischen Volkes ist undenkbar ohne die Revolution oder eine Reihe von Revolutionen im Westen, die letztendlich zur GrĂŒndung der Vereinigten Sowjetstaaten von Europa fĂŒhren mĂŒssen. Eine unabhĂ€ngige Sowjetukraine könnte und wĂŒrde zweifellos dieser Föderation als gleichberechtigtes Mitglied beitreten. Die proletarische Revolution in Europa wĂŒrde das widerliche Bauwerk des stalinistischen Bonapartismus Stein fĂŒr Stein zerstören. In diesem Fall wĂ€re das engste BĂŒndnis der Vereinigten Sowjetstaaten von Europa mit der erneuerten UdSSR unvermeidlich und wĂŒrde fĂŒr den europĂ€ischen und den asiatischen Kontinent, natĂŒrlich einschließlich der Ukraine, unermessliche Vorteile bieten. Aber hier kommen wir bereits auf Fragen zweiter und dritter Ordnung zu sprechen. Ein Problem erster Ordnung ist eine revolutionĂ€re GewĂ€hrleistung der Einheit und UnabhĂ€ngigkeit einer Arbeiter-und-Bauern-Ukraine im Kampf gegen den Imperialismus einerseits und den Moskauer Bonapartismus andererseits.

Die Ukraine verfĂŒgt ĂŒber eine besonders reiche Erfahrung an Irrwegen im Kampf um die nationale Befreiung. Hier wurde schon alles versucht: die kleinbĂŒrgerlichen Rada, Skoropadsk und Petljur, das »BĂŒndnis« mit Hohenzollern sowie Kombinationen mit der Entente. Nach all diesen Experimenten können nur noch politische Kadaver weiterhin hoffen, dass irgendeine der Fraktionen der ukrainischen Bourgeoisie als FĂŒhrerin des nationalen Befreiungskampfs in Frage kommen kann. Allein das ukrainische Proletariat ist fĂ€hig, diese — ihrem Wesen nach revolutionĂ€re —Aufgabe zu lösen und die Initiative zu ihrer Lösung zu ergreifen. Nur das Proletariat kann die Bauernmassen und die wirkliche revolutionĂ€re nationale Intelligenz um sich vereinen.

Zu Beginn des letzten imperialistischen Krieges versuchten die Ukrainer Meienewski (»Basok«) und Skoropis-Jeltuchowski die ukrainische Freiheitsbewegung dem Schutz des Hohenzollerngenerals Ludendorff zu unterstellen, wobei sie ihr Vorgehen mit linken Phrasen bemĂ€ntelten. Die revolutionĂ€ren Marxisten beförderten diese Herren mit einem Fußtritt aus dem Weg. So mĂŒssen RevolutionĂ€re auch kĂŒnftig verfahren. Der nĂ€her rĂŒckende Krieg wird fĂŒr alle möglichen Abenteurer, WĂŒnschelrutengĂ€nger und solche, die das goldene Vlies suchen, ein gĂŒnstiges Klima schaffen. Diese Herren, die sich besonders gerne die HĂ€nde an der nationalen Frage wĂ€rmen, sollte man nicht einmal auf Kanonenschussweite an die Arbeiterbewegung heranlassen. Nicht den geringsten Kompromiss mit dem Imperialismus, weder dem faschistischen noch dem demokratischen! Nicht das geringste ZugestĂ€ndnis an die ukrainischen Nationalisten, weder die klerikal-reaktionĂ€ren noch die liberal-pazifistischen! Keine »Volksfronten«! Völlige UnabhĂ€ngigkeit der proletarischen Partei als Avantgarde der Arbeiter!

Das scheint mir die richtige Politik in der ukrainischen Frage zu sein. Ich spreche hier fĂŒr meine Person und in meinem eigenen Namen. Die Frage bedarf einer internationalen Diskussion. Der vorderste Rang in dieser Diskussion gebĂŒhrt den ukrainischen revolutionĂ€ren Marxisten. Wir werden ihnen mit grĂ¶ĂŸter Aufmerksamkeit zuhören. Doch sie sollen sich beeilen. Es bleibt uns nur wenig Zeit zur Vorbereitung!

Leo Trotzki, Coyoacån am 22. April 1939 (aus Leo Trotzki: Schriften Band 1.2: Sowjetgesellschaft und stalinistische Diktatur 1936-1940, Hamburg, Rasch und Röhring 1988)

ELECTRONIC♚MAIL
QUANTIFIED BY VERTIGO’S MIND
LOCODENO.RESEARCH.NORWAY

Advertisements

DAS PIKIERTE VERHALTEN EINER, WIE AUS DER ZEIT GEFALLENEN ALTEN LADY.

https://locodeno.wordpress.com/wp-admin/media-upload.php?post_id=562&type=image&TB_iframe=1&width=240&height=310

die usa mĂŒssen neuesdings erfahren, dass ihr rĂŒcksichtsloses verhalten,das im wesentlichen zu ihrer oekonomisch-militĂ€rischen dominanz auf kosten anderer beigetragen hat,

von einigen lÀndern nicht mehr so einfach hingenommen wird.
amerika fĂŒhrt sich auf wie die pikierte lady, die nicht weiss wie ihr geschieht, und bezeichnet jedes handeln,
das sich nicht automatisch ihren interessen unterordnet als agression gegen demokratie und freiheit.
anstatt sich auf eine strategie der verstĂ€ndigungs-politik auszurichten, packen sie lieber noch eine ’schippe‘ drauf bei ihrer konfrontations-taktik.
dass sie damit bis jetzt noch nicht den totalen schiffbruch erlitten haben, ist wohl nur der tatsache geschuldet,
dass die usa neben einem total devoten europa, eine absolute deutungshoheit ĂŒber die weltweiten medien inne haben.
es muss einem schon zu denken geben,
wie es um das benehmen der usa in wirtschaftlichen belangen in vielen lÀndern dieser welt so bestellt ist,
wenn man vor vielen jahrzehnten schon folgendes im fritschy, einem lehrbuch fĂŒr business english nachlesen konnte:
whatever foreign field we may cultivate as exporters,
there is one big old fellow who usually behaves,
as if the place belongs to him already !

dieser satz beschreibt doch prÀzise, wo genau einer der kernpunkte dieses verhaltens liegt .

ELECTRONIC♚MAIL
QUANTIFIED BY VERTIGO
LOCODENO.RESEARCH.NORWAY

DIE EWIGE SPIRALE DER ESKALATION. No.2

image

ich möchte schon hoffen, dass die journalie und die polit-protagonisten auf allen seiten, die der situation,
gewissermassen wie in einem indoktrinations-generator das wort reden,
und durch ihre konzertierte hetze dem konflikt eine immer verschÀrftere zwangslÀufigkeit einpflanzen,
sich dann auch freudig als erste melden, um an der front zu verrecken,
wenn ihr verantwortungsloses treiben den krieg mit zu verantworten hat.
diese situation ist symptomatisch fĂŒr die, von politik und wirtschaft hand in hand herbeidesignte,
bedarfsgerechte neo-realitĂ€t, die sich dadurch auszeichnet, dass ein durchschnittlicher bĂŒrger beim versuch in einer sache den durchblick zu bewahren,
zum vornheraus in dem konstruierten dickicht aus uferlosen lĂŒgen, in einer art nachdenk endlosschlaufe,
sich dazu verdammt sieht das hirn zu zermartern, um irgendwann ermattet und resigniert zurĂŒck zu bleiben.
nicht etwa unfÀhigkeit war hier am werk. vielmehr hat die mediale bearbeitung der geschehnisse,
zielgenau den vorgedachten zustandshorizont hervorgebracht.
die bevölkerung wird lernen, dass es sinnlos zu sein hat in den alten kategorien von logik und physikalischen fakten zu denken,
weil es die erfolgreichere taktik ist, schuldige zu benennen und damit primitiven instinkten vorschub zu leisten,
die danach lechzen das schuldige subjekt, als ‚ultimativ böse‘ zu brandmarken,
um es hernach unwiderruflich, ohne verzug und lÀstige fragen, teeren und federn zu können.
diese spirale der selbsterfĂŒllenden prophezeiung in einer hysterisierten situation,
verhindert bequemerweise die nötigen fragen, wie zum beispiel,
warum leitete die ukrainische flugsicherung den jet der malaysian air auf eine andere flugroute,
als die neun flugzeuge, die zuvor das gebiet ĂŒberflogen hatten
und warum hat keine westliche regierung und kein journalist von den ukrainischen behörden
die veröffentlichung des sprechverkehrs zwischen den piloten und den kiewer fluglotsen verlangt ?
wenn russland die herausgabe solcher bĂ€nder boykottieren wĂŒrde, das gegeifere der hiesigen medien wĂ€re grenzenlos.
aber so, kein wort darĂŒber . da fragt man sich schon: qui bono ?
(in welche richtung solches ansinnen deutet, kann man erahnen, wenn man sich das heutige
urteil des geheimen schiedsgerichts, wegen dem yukos fall zu gemĂŒte fĂŒhrt.)
(ein derartiges urteil könnte auch die schweiz ereilen,
wenn das TTIPS abkommen von unserer einheimischen,
von allen guten geistern verlassenen politiker-mischpoke, tatsÀchlich unterzeichnet wird )

ELECTRONIC♚MAIL
QUANTIFIED BY VERTIGO
LOCODENO.RESEARCH.NORWAY

ALLES SCHALL UND RAUCH

kein einziger journalist stellt sich fragen,
die eigentlich sofort auf der hand lÀgen, wenn man den sachverhalt tatsachlich erhellen wollte.
prioritÀr wÀre doch die frage zu den spezifischen flugphysikalischen parametern.
warum schlug der flieger auf dem gebiet der autonomen republik donezk auf ?
wÀre der jet von diesem gebiet aus abgeschossenen worden,
wÀre er doch nicht wie ein stein vom himmel gefallen,
sondern hÀtte bei einer flughöhe von 10 km und einer geschwindigkeit von 900 km/h,
wÀhrend der dauer des absturzvorgangs in richtung boden,
nur schon aus grĂŒnden der physik, noch eine nicht zu unterschĂ€tzende strecke zurĂŒckgelegt.
zu beachten wĂ€ren dabei natĂŒrlich die meteorologischen verhĂ€ltnisse,
sowie der zustand des flugzeuges nach einem allfÀlligen raketentreffer.
lĂ€ge es unter berĂŒcksichtigung dieser fakten und der annahme der raketenhypothese nicht nĂ€her,
daraus zu schliessen, dass das flugzeug von einem punkt aus,
der viele kilometer vor dem gebiet der aufstÀndischen republik liegt, beschossen wurde ?
vor allem ist es auch sehr befremdlich, dass im westen unterschlagen wird, dass die ukraine sich weigert die aufzeichnung des sprachverkehrs von der ukrainischen luftleitstelle und den piloten der maschine von malaysian air öffentlich zu machen. zudem ist es schleierhaft wieso niemand eine erklĂ€rung dafĂŒr verlangt, warum die maschine ausgerechnet in diese luftstrasse umdirigiert wurde, im gegensatz zu etlichen flugzeugen,welche diesen abschnitt zuvor passiert hatten ?
dann sollte man fragen: qui bono ?
zu allerletzt wĂŒrde wĂŒrde so eine verwerfliche aktion den seperatisten zum vorteil gereichen. der ’schwarze peter‘ wird ihnen jetzt schon uni-sono von westlicher seite aus zugeschoben,unter aufbringung jeder x-beliebigen spekulation.
allein der seite der ukrainischen streitkrĂ€fte könnte eine ‚false flag’operation als legitimation dienen, und kĂ€me wie gerufen,
um einen militĂ€rischen brachialeinsatz, unter anwendung aller mittel fĂŒr die schnelle niederschlagung allen widerstandes zu nutzen.
notabene in einem gebiet wo die anwendung schwerer militĂ€rischer mittel, eigentlich niemals hĂ€tte erlaubt werden dĂŒrfen.(durch die mobilmachung der armee gegen teile des eigenen volkes, glaubt doch wohl nicht einmal der grösste optimist, dass die kombatanten jemals wieder wie ein herz und eine seele zusammen leben können, wenn schon der blosse befriedungsvorschlag von den abgeordneten der KP dazu fĂŒhrt, dass es in der rada zu tumultartigen szenen kommt an dessen ende porotschenko den antrag zum verbot der KP unterschreibt)
welchen vorteil russland, das sicher massive sanktionen aus dieser angelegenheit zu befĂŒrchten hat, daraus jetzt genau ziehen sollte, ist mir ziemlich schleierhaft.
nichts desto trotz konnte man schon heute morgen den anlaufenden medien-tsunami beobachten,
mit immer grösseren bashingwellen gegen russland und prÀsident putin.
es ist beinahe unglaublich wie einseitig die gleichgeschaltete berichterstattung
von ard und zdf abgespuhlt wird, und dabei wie ein gut geölter indoktrinations-generator funktioniert.
immer mehr werden fakten aus geprĂŒften quellen durch blosse behauptungen ersetzt.
was kĂŒmmern einem die sachverhalte. vor allem, wenn dadurch die bevorzugte ideologie desavouiert wird.
immer dreister wird wunschgemÀss, entgegen jediglicher vorherrschender faktenlage,
eine passgenau zurecht-designte ‚realitĂ€t‘ kurzum per befehlstruktur herbeikonfiguriert.
es ist deprimierend, dass europa nicht den willen aufbringt,
dieser roll back strategie aus den denkschmieden amerikanischer think-tanks
einen selbstbewussten eigenen weg entgegenzusetzen.
wie verzweifelt eindimensional muss das denkmodell der tonangebenden machtzirkel ausgestaltet sein,
und viel schlimmer, welch abgrundtiefe herrenmensch verblendung und welch progressiv-exponentieller zynismus,
die sich durch solche persönlichkeits-deformationen manifestieren
und sich dergestalt einen weg in die welt zu bahnen wissen,
von wo aus sie ihre apokalyptischen reiter mit sardonischer mine, zu immer neuen ufern eilen lassen, den ufern des kapitals. der schnöde mammon ist es, der die spirale des konspirativen befeuert und die gewalt endlos weiter treibt.
darum auch der versuch das astronomisch wuchernde, sich jeder begrenzung entziehende wachstum von immer neu erzeugtem kapital,
das in die westlichen finanzwelt gepumpt wird, einer kontrollierbaren fluktuation zu unterwerfen.
denn es erzeugt einen unaufhörlichen bedarf an entsprechenden investitionsmöglichkeiten.
dieser strom fĂŒhrt dazu, dass in beschleunigender form, kein stein mehr auf dem anderen bleibt.
alle staatlichen institutionen geraten, eine um die andere in den sog dieses zerstörenden wahnsinns.
erarbeitete vermögenswerte des volkes werden sukzessive in wenige private hĂ€nde ĂŒberfĂŒhrt,
inklusive den jÀhrlich wiederkehrenden renditen, und damit unwiderruflich von jeder mitbestimmung,
einflussnahme und von finanzieller teilhabe abgeschnitten.
durch gezieltes abwirtschaften von infrastruktur, mittels der von lobbyarbeit herbeigefĂŒhrten
verknappung der finanzmittel kann der korrekte betriebsablauf immer mehr gestört werden.
dann entsteht eine abwÀrts-spirale mit wachsendem privatisierungsdruck.
z.b.  bei staatlichen: liegenschaften, wasser, schule, renten, bahn, strasse, kultur usw. (in der ukraine haben sich gerade die komunalen gebĂŒhren verdreifacht)
all das sind die zugrunde liegenden aspekte des masterplans, wieso man russland jetzt so dezidiert in die ecke stellt, und es als ultimativen bösewicht brandmarkt.
man will an die werte des landes, um so neue möglichkeiten fĂŒr die kapitalanleger zu schaffen, wodurch man ganz russland der logik der neofeudalistischen westlichen verwertungsmaschinerie unterwerfen kann.
vor allem sollen die profite auf die konten westlicher protagonisten umgeleitet werden.
die frage bleibt: wer ist der profiteur der tieferen vorgÀnge rund um die ukraine ?
der generalstabmĂ€ssig implantierte russlandhass hat ein ganzen volk inklusive der verluderten oligarchenkaste ergriffen und sich zu einer unkontrollierbaren raserei mit pathologischen zĂŒgen ausgeweitet. ganz soweit sind wir hierzulande sicher noch nicht, aber in vielen redaktionen wird die methode nach dem motto praktiziert:
putin-image böse, dann artikel gut! da heiligt schnell mal der zweck die mittel und man bedient sich bedenkenlos jeder noch so windigen ‚quelle‘. in den letzten monaten beginnt dieser mechanismus schule zu machen und so mancher deutsche artikel liest sich eher wie ‚tumbe‘ propaganda.
wem nĂŒtzt dieses agitieren fĂŒr die destabilisierung der welt ? denn hier ist nicht nur zufall am werk, auch wenn dies immer wieder gern genommen wird, um aus der undefinierbaren ‚kaffeesatz-gemengelage‘ heraus, sogleich mirakulös und mit alleinstellungsmerkmal den ‚russischen satan als urheber zu detektieren.
die elementarsten ablĂ€ufe des ereignisses werden in den leitmedien gerne’ĂŒbersehen‘ und im schatten gelassen,von wo aus sie bevorzugt im einförmigen grundrauschen der geschichte unbemerkt untergehen.
wer ist der architekt dieser lobotomisierung ?

ELECTRONIC♚MAIL
QUANTIFIED BY VERTIGO
LOCODENO.RESEARCH.NORWAY

SIE VERBREITEN VERZWEIFLUNG UND NENNEN ES FRIEDEN (TACITUS)

War Alan Greenspan wirklich so dĂ€mlich, wie er in seiner Rolle bei der Entstehung der jĂŒngsten Immobilien-Spekulationsblase aussieht, die droht das gesamte System der auf Schulden basierenden westlichen Wirtschaft zum Einsturz zu bringen? War tatsĂ€chlich etwas, das so unschwer vorherzusehen war der Auslöser fĂŒr Verluste in einem Ausmaß, das das globale Finanzsystem zerstören könnte? Oder wurde es vielleicht „zufĂ€llig mit Absicht“ angerichtet? Und wenn das so war, warum?

von Richard C. Cook
Global Research, 27. MĂ€rz 2008

Wenden wir uns derjenigen US-amerikanischen Persönlichkeit zu, die von Verschwörungstheoretikern am hÀufigsten als das Epizentrum aller möglichen geheimen Elite-PlÀne genannt wird. Das ist David Rockefeller, der 92 Jahre alte MultibillionÀr und oberste Pate der globalen Finanzelite.

Der ausfĂŒhrliche Beitrag ĂŒber Rockefeller auf Wikipedia gibt die folgende Version einer gefeierten Aussage wieder, die er angeblich in einer Eröffnungsrede bei der Bilderberg-Konferenz in Baden-Baden in deutschland im Juni 1991 gemacht hat:

„Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Medien dankbar, deren Direktoren unseren Treffen beiwohnten und sich an ihr Versprechen Diskretion zu wahren, beinahe vierzig Jahre lang gehalten haben. Es wĂ€re uns unmöglich gewesen, unseren Plan fĂŒr die Welt zu entwickeln, hĂ€tten wir all diese Jahre im hellen Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gestanden. Aber die Welt ist jetzt entwickelter und vorbereitet, sich in Richtung auf eine Weltregierung zu bewegen, die niemals wieder Krieg kennen wird, sondern nichts als Frieden und Wohlstand fĂŒr die ganze Menschheit. Die supranationale SouverĂ€nitĂ€t einer intellektuellen Elite und der Bankiers der Welt ist der in den vergangenen Jahrhunderten praktizierten nationalen Selbstbestimmung sicherlich vorzuziehen.“

Diese Rede wurde vor 17 Jahren gehalten, als in den USA die Regierung Clinton ihre Amtszeit gerade begonnen hatte. Rockefeller spricht von „wir“ und „uns“. Diese „wir“ so sagt er, haben seit annĂ€hernd vierzig Jahren Treffen abgehalten. Wenn man die 17 Jahre dazurechnet, die seit der Rede vergangen sind, heißt das, daß solche Treffen seit 57 Jahren stattfinden – die Zeitspanne zweier ganzer Generationen.

Weltregierung

Nicht nur hat „wir“ einen „Plan fĂŒr die Welt“ entwickelt. Der Versuch diesen Plan zu „entwickeln“ war offensichtlich auch erfolgreich, jedenfalls in Rockefellers Sicht. Das letztendliche Ziel von „uns“ ist es, die „supranationale SouverĂ€nitĂ€t einer intellektuellen Elite und der Bankiers der Welt“ zu schaffen. Dies wird seinen Worten zufolge zu einer „Weltregierung“ fĂŒhren, „die nie wieder Krieg kennen wird.“

Nur um den Gedanken einmal durchzuspielen, lassen Sie uns annehmen, daß David Rockefeller eine so bedeutende und mĂ€chtige Person ist, wie er anzunehmen scheint. Nehmen wir den Mann ernst und gehen einmal davon aus, daß er und „wir“ in gewissem Maße erfolgreich waren. Die wĂŒrde bedeuten, daß die wesentlichen Entscheidungen und Ereignisse seit Rockefellers Rede 1991 wahrscheinlich ebenfalls Teil des Planes waren oder wenigstens seinen Inhalt und seine Absicht widerspiegelten.

Daher können wir durch eine Untersuchung dieser Entscheidungen und Ereignisse feststellen, ob Rockefeller in der Tat mit seiner EinschĂ€tzung Recht, daß das Utopia, das ihm vorschwebt, dabei ist verwirklicht zu werden, oder wenigstens daß seine Realisierung nĂ€hergerĂŒckt ist. Ohne festgelegte Reihenfolge sind das Folgende einige dieser Entscheidungen und Ereignisse:

Export von ArbeitsplÀtzen

Die Umsetzung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA durch die Regierungen Bill Clinton und George W. Bush hat sowohl die Beseitigung von Millionen von ArbeitsplÀtzen im produzierenden Gewerbe bewirkt, als auch die Zerstörung von amerikanischen Bauernfamilien zugunsten des globalen Agrobusiness.

Ähnliche Freihandelsabkommen, darunter solche unter Schirmherrschaft der Welthandelsorganisation haben zum Export von weiteren Millionen von ArbeitsplĂ€tzen in der Produktion nach China und andernorts gefĂŒhrt.

Das durchschnittliche Familieneinkommen in den USA hat bestÀndig abgenommen, wÀhrend der Anteil der obersten Einkommensschichten am Wohlstand der Nation enorm gewachsen ist. Einige Hedgefonds-Manager an der Wallstreet verdienen eine Milliarde Dollar im Jahr, wÀhrend sich die Zahl der Obdachlosen, darunter auch Kriegsveteranen, der Millionengrenze nÀhert.

Die Spekulationsblase am Immobilienmarkt hat zu einer gewaltigen Inflation der Immobilienpreise in den Vereinigten Staaten gefĂŒhrt. Millionen von Eigenheimen fallen aufgrund von Zwangsversteigerungen in die HĂ€nde von Bankiers. Die Kosten fĂŒr Grund und Boden und fĂŒr Mieten hat Familienunternehmen in der Landwirtschaft ebenso dezimiert wie kleine Unternehmen. Steigende Steuern auf das Eigentum aufgrund von ĂŒberhöhten EinschĂ€tzungen der GrundstĂŒckspreise haben Millionen von EmpfĂ€ngern niedriger und mittlerer Einkommen aus ihren HĂ€usern getrieben.

Umverteilung durch Bankrott

Die Tatsache, daß Bankiers jetzt die nationalen Geldsysteme insgesamt im Rahmen von Gesetzen kontrollieren, nach denen neues Geld nur durch Kredit gegen Zinsen ins System eingefĂŒhrt werden kann, hat eine enormen Schuldenpyramide bewirkt, die kurz vor dem Zusammenbruch steht. Dieses „monetĂ€re“ System wurde von Ökonomen an der UniversitĂ€t von Chicago entwickelt, die von der Familie Rockefeller gefördert wurden. Der Trick ist, daß wenn die Pyramide einstĂŒrzt und alle ruiniert sind, die Banken, die Geld „aus dem Nichts“ geschaffen haben, in der Lage sind, Vermögenswerte fĂŒr Pennies aufzukaufen, wie J.P. Morgan sich jetzt anschickt, es mit Unternehmen zu tun, die der Carlyle Capital Gruppe gehören. Eine Kontrolle der Finanz-Industrie, die diesen Namen verdiente, wurde von der Regierung aufgegeben und Politiker, die dem im Wege stehen, wie etwa Eliot Spitzer, werden vernichtet. (vgl. diesen Artikel von Rob Kirby auf informationclearinghouse)

Steigende Preise und Hunger

Die gesamte Steuerlast durch Bundesregierung, Regierungen der Staaten und lokale Verwaltungen ĂŒbersteigt mittlerweile 40 Prozent des Einkommens und steigt weiter. WĂ€hrend die Rezession beginnt, hebt der von den Demokraten kontrollierte Kongreß scheinheilig die Steuern sogar fĂŒr die mittleren Einkommen weiter an, wĂ€hrend er gleichzeitig die minimale „Stimulierungs“-RĂŒckvergĂŒtung unterstĂŒtzt. Sowohl SteuerrĂŒckstĂ€nde als auch Studiendarlehen werden nicht lĂ€nger im Rahmen des Schutzes vor Bankrott erlassen.

Die Benzinpreise steigen, wĂ€hrend gleichzeitig Firmen wie Exxon-Mobil Rekordgewinne verzeichnen. Die Preise fĂŒr andere WirtschaftsgĂŒter, darunter auch die Preise fĂŒr Nahrungsmittel, steigen bestĂ€ndig, wobei einige LĂ€nder sich bereits an den Rand von Hungersnöten gedrĂ€ngt sehen. (vgl.: politblog.net ) Die ErnĂ€hrung von 40 Millionen Menschen in Amerika wird offiziell als „nicht gesichert“ eingestuft.

Die Kontrolle der Konzerne ĂŒber Wasser und mineralische Rohstoffe hat vieles von dem beseitigt, was an öffentlichen AllgemeingĂŒtern zur VerfĂŒgung stand, und die Deregulierung der Energieerzeugung hat vielerorts zu massiven Steigerungen der Strompreise gefĂŒhrt.

Die Vernichtung von Familienunternehmen in der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten durch NAFTA (und desgleichen die Vernichtung von landwirtschaftlichen Familienbetrieben in Mexico und Kanada) fand ihre Entsprechung in der Politik des Internationalen WĂ€hrungsfonds und der Weltbank gegenĂŒber anderen Nationen. In der ganzen Welt ist aufgrund des „Washingtoner Konsens“ die Erzeugung landwirtschaftlicher GĂŒter in erster Linie fĂŒr den Export an die Stelle lokaler Selbstversorgung getreten. Landflucht hat die Bevölkerung der riesigen Slums in den Außenbezirken der StĂ€dte von unterentwickelten LĂ€ndern anschwellen lassen.

Kriege in aller Welt

Seit den 80er Jahren fĂŒhren die USA Kriege in aller Welt – entweder direkt oder durch Stellvertreter. Das frĂŒhere Jugoslawien wurde von der NATO zerstĂŒckelt. Gedeckt durch den 11.September und im Rahmen von vorgefertigten PlĂ€nen sind die USA gegenwĂ€rtig dabei, den Nahen Osten militĂ€risch zu erobern und dauerhaft zu besetzen. Derzeit wird die globale Einkreisung von Rußland und China umgesetzt und ein neuer Schub zur Militarisierung des Weltraums hat begonnen. Die westlichen MĂ€chte sind ganz eindeutig dabei, sich wenigstens auf die Möglichkeit eines weiteren Krieges vorzubereiten.

Der Ausweitung des militĂ€rischen Imperiums der Vereinigten Staaten steht die Schaffung eines totalitĂ€ren Systems der Überwachung im eigenen Land gegenĂŒber, unter dem die privaten AktivitĂ€ten der BĂŒrger mit Hilfe von Technologien und Systemen verfolgt und bespitzelt werden, die unter dem Vorwand des „Kriegs gegen den Terror“ installiert wurden. Man beginnt damit, Mikrochips fĂŒr Überwachungszwecke in Menschen einzupflanzen. Der militĂ€risch-industrielle Komplex ist zur grĂ¶ĂŸten und erfolgreichsten Industrie des Landes geworden. Tausende von Planern sind damit beschĂ€ftigt, neue und bessere, offen sichtbare und verdeckte Wege und Verfahren zu entwickeln, um auswĂ€rtige und innere „Feinde“ zu vernichten.

Gleichzeitig haben die USA unter allen LĂ€ndern auf der Welt den grĂ¶ĂŸten Anteil von inhaftierten BĂŒrgern. Dazu besteht das tĂ€gliche Leben von Millionen von Menschen aus einer niederdrĂŒckenden Last von Regierung, Versicherungen, FinanzgebĂŒhren, Kosten und Papierkram. Die einfachsten GeschĂ€fte werden durch die gebĂŒhrenpflichtigen TĂ€tigkeiten von Buchhaltern und AnwĂ€lten, BĂŒrokraten, Maklern, Spekulanten und MittelsmĂ€nner verteuert.

Um das Ganze abzurunden haben die sich verschlechternden Bedingungen des tĂ€glichen Lebens zu einem enormen Anstieg von streßbedingten Krankheiten ebenso wie zu einer Epidemie von Alkohol- und Drogensucht gefĂŒhrt. Sogar Regierungen in aller Welt beteiligen sich am Drogenhandel. Anstatt daran zu arbeiten, den Streß zu vermindern, fördert die öffentliche Poltik eine riesige Industrie, die verschreibungspflichtige Drogen herstellt und sich an der sich verschlechternde öffentlichen Gesundheit bereichert, indem sie Symptome anstelle von Ursachen behandelt.

Diese Liste sollte uns genĂŒgend Grundlage geben, um einen Schritt weiterzugehen und eine unbequeme Frage zu stellen: Wiederum angenommen, daß alle diese Dinge Teil des Elite-Plans sind, den Herr Rockefeller sich brĂŒstet entwickelt zu haben, ist es dann nicht merkwĂŒrdig, daß die gewĂ€hlten Mittel, um „Frieden und Wohlstand fĂŒr die gesamte Menschheit“ zu erreichen, so viel Gewalt, Betrug, UnterdrĂŒckung, Ausbeutung, Schiebung und Diebstahl beinhalten?

Schöne Neue Welt per Völkermord

In der Tat scheint es mir so zu sein, daß „unser Plan fĂŒr die Welt“ auf Völkermord, polizeilicher Kontrolle ganzer Bevölkerungen und gewaltsamer Inbesitznahme der Ressourcen der Welt durch die Finanz-Elite und ihre Politikermarionetten und die MilitĂ€rs basiert.

Um es deutlich zu sagen: Ist ein besserer Weg vorstellbar, all dies zu bewerkstelligen, als durch einen allem Anschein nach durchorganisierten Plan, den Menschen in aller Welt die FĂ€higkeit zu nehmen, ihre Nahrung selbst zu erzeugen? Völkermord durch Aushungern mag zwar langsam sein, aber er ist sehr effektiv. Vor allem, wenn die Verantwortung auf „die KrĂ€fte des Marktes“ geschoben werden kann.

Ist es möglich, daß diese „wir“, die all diese Dinge tun, darunter auch der große David Rockefeller höchstpersönlich, lediglich gemeine Kriminelle sind, die irgendwie an die Schaltstellen der Macht gelangt sind? Wenn das so ist, dann sind diese Leute Verbrecher, die alles in ihrer Macht stehende getan haben, um ihren RĂŒcken zu decken und ihre Spuren zu verwischen, unter anderen indem sie das Erziehungssystem und das Monopol der Mainstream-Massenmedien in ihren WĂŒrgegriff genommen haben.

Eines ist sicher: Amerikas WĂ€hler haben all diesem niemals bewußt zugestimmt (und die WĂ€hler andernorts ebenfalls nicht. A.d.Ü.).

Richard C. Cook war frĂŒher als Analyst fĂŒr die US-amerikanische Bundesregierung tĂ€tig. In seiner Laufbahn arbeitete er fĂŒr die U.S. Civil Service Comission US (Kontrollinstanz fĂŒr die RegierungsbĂŒrokratie), die Food and Drug Administration (Behörde fĂŒr die Sicherheit von Lebens- und Arzneimitteln, das Weiße Haus unter Jimmy Carter, die NASA und das U.S. Treasury Department (US-Finanzministerium)

Quelle: http://www.globalresearch.ca

Übersetzt vom Englischen ins Deutsche von Hergen Matussik, einem Mitglied von Tlaxcala, dem Netzwerk von Übersetzern fĂŒr sprachliche Vielfalt (tlaxcala@tlaxcala.es, http://www.tlaxcala.es). Diese Übersetzung unterliegt dem Copyleft: Sie kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verĂ€ndert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

ELECTRONIC♚MAIL
QUANTIFIED BY VERTIGO
LOCODENO.RESEARCH.NORWAY